Den „Wert“ eines Mitarbeitenden erkennen Sie an seiner Wirksamkeit.
Wirksamkeit beschreibt das Ausmaß, in dem Aktivitäten erfolgreich verwirklicht werden und das Erreichen der angestrebten Ziele. Hier steht Effektivität vor Effizienz.
Warum/wofür
Wir wollen beweglich bleiben und zeitgemäß handeln. Dadurch vermeiden wir Stillstand
und rigide Strukturen. Unser Arbeitsumfeld bleibt interessant und „up to date“, wenn wir
wirksam sind. Wenn der Workflow wirksam und spannend ist, haben wir mehr Spaß
an dem, was wir tun.
Grundsätzliches
Idealerweise hat eine Beschäftigung oder Tätigkeit eine sinnvolle, sinnstiftende und
positive Wirkung. Als Team oder Organisation sind wir am erfolgreichsten, wenn alle
mitmachen.
Wir haben Ziele und arbeiten auf das gewünschte Ergebnis hin. Gerade bei größeren
Projekten ist die Timeline wichtig, denn Teilschritte sind zuverlässiger und das Tempo
angemessen. Idealerweise entwickeln wir die Fähigkeit, die gewünschte Wirkung durch
ein Verfahren oder Maßnahmen zu erzielen. Die Wirkung soll Nutzen bringen, von dem wir
profitieren wollen. Wenn wir Exzellenz anstreben, also ein hohes Maß an Wirksamkeit,
dann brauchen wir die Fähigkeit, nützliche Ergebnisse mit wenig Aufwand und
Ressourcen zu erzielen.
Wir unterscheiden bei der Wirksamkeit zwischen der persönlichen Ebene, der Team-Ebene und der Organisationsebene. Auch hier kommt wieder der „Werkzeugkoffer“ ins
Spiel, denn wir nutzen hilfreiche Tools.
Wenn ich als Mitarbeitende meine Wirksamkeit auslebe, trage ich zum Erfolg bei. Wenn
alle im Team ihre Aufgaben ernst nehmen, ist das gut für die gesamte Organisation/das
Unternehmen. Wie einzelne Personen agieren und sich motivieren, ist in erster Linie
uninteressant, entscheidend ist das Ergebnis. Individuelle Freiheit und das Ausleben von
persönlicher Kreativität können die Motivation enorm fördern. Außerdem haben
Mitarbeitende, die sich mit der Umsetzung von Handlungssträngen schwertun, die
Möglichkeit, Kolleg*innen als Inspiration zu sehen. Viele Wege führen zum Erfolg. Im
Idealfall begreifen sich die Personen im Unternehmen als Teil eines großen Ganzen und
entwickeln Lust und Freude, mitzumachen.
Ein: „Alle sollen alles machen” funktioniert in der Regel nicht.
„Jeder hilft jedem“ ist der goldene Schlüssel für positive Vibes.
Tipp: Erkennen Sie die negative Wirkung von Einzelkämpfern und/oder Mitarbeitenden,
die eigene Interessen verfolgen, und löschen Sie diese „Schwelbrände“, bevor das
gesamte Team in Mitleidenschaft gezogen wird.
Reflexion
Tipps
Theorie vs. Praxis
In der Theorie malen wir uns die schönsten Bilder, in der Praxis wollen wir einfach nur
möglichst unbeschadet durch den Tag kommen und „überleben“. Es hängt viel von dem
kleinen Wort Disziplin ab. Erfolg geht nicht ohne Disziplin. Für manche Menschen ist es
leicht, für andere schwer, sich an Absprachen zu halten. Oft sind wir uns unserer
Wirksamkeit gar nicht bewusst. Ändern Sie das! Schauen Sie morgens auf den
bevorstehenden Tag und setzen Sie Marker an wichtigen Stellen. Am Abend können Sie
durch eine kurze Rückschau feststellen, welche Knoten Sie gelöst haben. Das setzt
Energie frei.
Fazit
Sie können auf mehreren Ebenen wirksam sein: physisch, verbal, mental, durch Haltung,
als Vorbild oder durch Leistung. Da jeder Mensch anders konditioniert ist, ist er auf seine
ganz eigene Art wirksam und identifiziert sich – ob nun bewusst oder unbewusst – mit
seinem individuellen Umgang mit Tätigkeiten. Manchmal kann es hilfreich sein,
herauszufinden, was einen Menschen antreibt, um brachliegende Ressourcen zu
aktivieren.
Beispiel: Ich habe mich seit jeher über Leistung definiert und stelle mir am Ende des
Tages immer die Frage: „Was habe ich heute geschafft?” Als ich noch in der Prophylaxe
tätig war, hat mich mein Umsatz enorm motiviert und mir ein Gefühl der Zufriedenheit
vermittelt.
Zu guter Letzt
Es kostet Zeit, sich mit dem „Unternehmen Zahnarztpraxis” auseinanderzusetzen. Es ist
nicht kompliziert, jedoch komplex. Wenn Sie einzelne Facetten kognitiv durchdringen,
gewinnen Sie Klarheit und können fundiertere Entscheidungen über den Alltag in Ihrer
Praxis treffen. Ich empfehle Ihnen, Ihre Überlegungen, Gedankenstränge, Pläne,
Wünsche, Ziele etc. schriftlich festzuhalten, damit wertvolle Ideen nicht verloren gehen.
Unterscheiden Sie dabei immer zwischen Hard- und Soft-Skills. Hard-Skills sind messbar
in Form von Umsatz, Planung und Ablauf. Soft Skills sind spürbar in Form von Spirit,
Spaß, einem positiven Workflow und motivierten Mitarbeitern.