Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.

(Charles Darwin)
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Wirksamkeit

Den „Wert“ eines Mitarbeitenden erkennen Sie an seiner Wirksamkeit.

Wirksamkeit beschreibt das Ausmaß, in dem Aktivitäten erfolgreich verwirklicht werden und das Erreichen der angestrebten Ziele. Hier steht Effektivität vor Effizienz.

Warum/wofür
Wir wollen beweglich bleiben und zeitgemäß handeln. Dadurch vermeiden wir Stillstand und rigide Strukturen. Unser Arbeitsumfeld bleibt interessant und „up to date“, wenn wir wirksam sind. Wenn der Workflow wirksam und spannend ist, haben wir mehr Spaß an dem, was wir tun.

Grundsätzliches
Idealerweise hat eine Beschäftigung oder Tätigkeit eine sinnvolle, sinnstiftende und positive Wirkung. Als Team oder Organisation sind wir am erfolgreichsten, wenn alle mitmachen.
Wir haben Ziele und arbeiten auf das gewünschte Ergebnis hin. Gerade bei größeren Projekten ist die Timeline wichtig, denn Teilschritte sind zuverlässiger und das Tempo angemessen. Idealerweise entwickeln wir die Fähigkeit, die gewünschte Wirkung durch ein Verfahren oder Maßnahmen zu erzielen. Die Wirkung soll Nutzen bringen, von dem wir profitieren wollen. Wenn wir Exzellenz anstreben, also ein hohes Maß an Wirksamkeit, dann brauchen wir die Fähigkeit, nützliche Ergebnisse mit wenig Aufwand und Ressourcen zu erzielen.
Wir unterscheiden bei der Wirksamkeit zwischen der persönlichen Ebene, der Team-Ebene und der Organisationsebene. Auch hier kommt wieder der „Werkzeugkoffer“ ins Spiel, denn wir nutzen hilfreiche Tools.
Wenn ich als Mitarbeitende meine Wirksamkeit auslebe, trage ich zum Erfolg bei. Wenn alle im Team ihre Aufgaben ernst nehmen, ist das gut für die gesamte Organisation/das Unternehmen. Wie einzelne Personen agieren und sich motivieren, ist in erster Linie uninteressant, entscheidend ist das Ergebnis. Individuelle Freiheit und das Ausleben von persönlicher Kreativität können die Motivation enorm fördern. Außerdem haben Mitarbeitende, die sich mit der Umsetzung von Handlungssträngen schwertun, die Möglichkeit, Kolleg*innen als Inspiration zu sehen. Viele Wege führen zum Erfolg. Im Idealfall begreifen sich die Personen im Unternehmen als Teil eines großen Ganzen und entwickeln Lust und Freude, mitzumachen.
Ein: „Alle sollen alles machen” funktioniert in der Regel nicht. „Jeder hilft jedem“ ist der goldene Schlüssel für positive Vibes. Tipp: Erkennen Sie die negative Wirkung von Einzelkämpfern und/oder Mitarbeitenden, die eigene Interessen verfolgen, und löschen Sie diese „Schwelbrände“, bevor das gesamte Team in Mitleidenschaft gezogen wird.

Reflexion

  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie noch „up to date“ sind?
  • Stellen Sie Prozesse regelmäßig infrage?
  • Wünschen Sie sich Wirksamkeit, oder ein „weiter so“?
  • Welche Wirkung hat, ganz persönlich, das, was Sie tun?
  • Was haben Sie „geschafft“, wenn Sie den Arbeitstag beenden?
  • Ist die Wirkung dessen, was Sie bewegen, nachhaltig?
  • Was treibt Sie an?
  • Was motiviert Sie und sorgt für Zufriedenheit, am Ende des Tages?
  • Empfinden Sie Freude, wenn es richtig gut läuft?
  • Was frustriert Sie?
  • Denken Sie, dass Sie diszipliniert sind?

Tipps

  • Suchen Sie nach Tätigkeiten, die Sie zufrieden machen
  • Definieren Sie für sich, ganz persönlich das Wort „Wirksamkeit“
  • Reflektieren Sie die Fragen oben.
  • Machen Sie sich Ihre Wirksamkeit bewusst: als ZFA, ZMV, ZMP, DH, Zahnarzt/ Zahnärztin, Quereinsteiger*in
  • Ermitteln Sie, was Sie motiviert
  • Leben Sie Ihre Talente, indem Sie herausfinden, wo Ihre Ressourcen liegen
  • Ermitteln Sie, wie hoch der Grad Ihrer Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Disziplin ist.

Theorie vs. Praxis
In der Theorie malen wir uns die schönsten Bilder, in der Praxis wollen wir einfach nur möglichst unbeschadet durch den Tag kommen und „überleben“. Es hängt viel von dem kleinen Wort Disziplin ab. Erfolg geht nicht ohne Disziplin. Für manche Menschen ist es leicht, für andere schwer, sich an Absprachen zu halten. Oft sind wir uns unserer Wirksamkeit gar nicht bewusst. Ändern Sie das! Schauen Sie morgens auf den bevorstehenden Tag und setzen Sie Marker an wichtigen Stellen. Am Abend können Sie durch eine kurze Rückschau feststellen, welche Knoten Sie gelöst haben. Das setzt Energie frei.

Fazit
Sie können auf mehreren Ebenen wirksam sein: physisch, verbal, mental, durch Haltung, als Vorbild oder durch Leistung. Da jeder Mensch anders konditioniert ist, ist er auf seine ganz eigene Art wirksam und identifiziert sich – ob nun bewusst oder unbewusst – mit seinem individuellen Umgang mit Tätigkeiten. Manchmal kann es hilfreich sein, herauszufinden, was einen Menschen antreibt, um brachliegende Ressourcen zu aktivieren.
Beispiel: Ich habe mich seit jeher über Leistung definiert und stelle mir am Ende des Tages immer die Frage: „Was habe ich heute geschafft?” Als ich noch in der Prophylaxe tätig war, hat mich mein Umsatz enorm motiviert und mir ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt.

Zu guter Letzt
Es kostet Zeit, sich mit dem „Unternehmen Zahnarztpraxis” auseinanderzusetzen. Es ist nicht kompliziert, jedoch komplex. Wenn Sie einzelne Facetten kognitiv durchdringen, gewinnen Sie Klarheit und können fundiertere Entscheidungen über den Alltag in Ihrer Praxis treffen. Ich empfehle Ihnen, Ihre Überlegungen, Gedankenstränge, Pläne, Wünsche, Ziele etc. schriftlich festzuhalten, damit wertvolle Ideen nicht verloren gehen. Unterscheiden Sie dabei immer zwischen Hard- und Soft-Skills. Hard-Skills sind messbar in Form von Umsatz, Planung und Ablauf. Soft Skills sind spürbar in Form von Spirit, Spaß, einem positiven Workflow und motivierten Mitarbeitern.